Spendearten

Blutspende

Sie wird am häufigsten benötigt. Da sie schnell und ohne größere Apparaturen durchgeführt werden kann, sind Blutspendeaktionen nicht nur in den Instituten des Blutspendedienstes sondern auch in den Außenterminen, das heißt in Firmen, Verwaltungen, Schulen und anderen öffentlichen Gebäuden möglich und notwendig. Natürlich müssen auch dort die umfangreichen Sicherheits- und Hygienebestimmungen jederzeit eingehalten werden.
Gut ausgerüstete und routinierte Teams stehen dafür bereit.

Die Blutentnahme dauert ca. fünf bis zehn Minuten, der gesamte Zeitaufwand beträgt 45 bis 60 Minuten. Das entnommene Blut wird in seine verschiedenen Komponenten aufgetrennt. Dadurch kann mit einer Vollblutspende mehreren Patienten geholfen werden.

Der Abstand zwischen zwei Spenden soll in der Regel 12 Wochen betragen. Bei Frauen sind vier Spenden im Jahr möglich, Männer können bis zu sechs Spenden im Jahr leisten. Die Spende wird nur dann zugelassen, wenn sie sowohl im Hinblick auf die Gesundheit des Spenders, als auch für die Herstellung der Präparate medizinisch völlig unbedenklich ist.

Bild: Vollblutspende
 
Bild: Plasmapherese

Bei einer Plasmapherese werden 600 - 850 ml Plasma entnommen. Da die Belastung des Organismus gering ist, kann man zweimal wöchentlich spenden. Im Jahr dürfen maximal 25 Liter Plasma gespendet werden.

Plasmapherese

Dabei wird dem Spender nur Blutplasma entnommen. Von dem über ein Plasmapheresegerät entnommenen Blut wird sofort das Plasma abgetrennt. Alle anderen Blutbestandteile werden an den Spender zurückgeführt. Plasmaspenden sind derzeit nur in den Instituten des DRK-Blutspendedienstes in Neubrandenburg und Rostock möglich. Die Spende dauert ca. 40 Minuten. Eine Voranmeldung ist erforderlich.

Wir empfehlen folgende Abstände zwischen den verschiedenen Spendearten:
  • nach Plasmaspende - ein bis zwei Wochen bis zur Vollblutspende
  • nach Vollblutspende - vier Wochen bis zur Plasmapherese

Das Blutplasma wird entweder zur Herstellung von Plasmapräparaten oder zum unmittelbaren therapeutischen Einsatz benötigt.

Die Anforderungen an die medizinischen Spendetauglichkeit sind umfangreicher als bei der Vollblutspende. Nicht alle Spender sind daher für die Plasmaphrese geeignet.

 
Zellapherese

Patienten mit bestimmten Störungen bei der Blutgerinnung benötigen Thrombozyten (Blutplättchen). Diese Präparate werden durch ein spezielles Verfahren mit Zellseparatoren gewonnen. Den Thrombozytenspendern wird Blut entnommen, die Blutplättchen werden mittels Zentrifugation separiert, alle anderen Blutbestandteile sofort in den Blutkreislauf zurückgeführt. Der Vorgang dauert ca. 60-90 Minuten.

Für die Feststellung der Eignung von Spendewilligen zur Zellapherese sind zusätzlich aufwendige Untersuchungen notwendig. Da die Thrombozytenkonzentrate nur kurze Zeit gelagert werden können, wird diese Form der Blutspende aktuell entsprechend den Klinikanforderungen durchgeführt. Die Spender werden deshalb in der Regel aus dem Kreis der Plasmaspender ausgewählt.

Zellapheresen werden - wie die Plasmaspenden - nur in den Instituten durchgeführt. Die aufwendige Technik und die Sicherheitsvorschriften verbieten einen Einsatz im Außentermin.

Bild: Zellapherese